Liebe Freunde und Weinfreunde,
neben neuem Wein aus 2016 gibt es auch einiges an Neuigkeiten von uns zu berichten.
Kurz zurück ins Jahr 2016: Die Weinsaison mit dem extrem hohen Krankheitsdruck und dadurch bedingten Ausfällen in den Rebanlagen hat uns noch einmal so richtig wachgerüttelt. Es hat sehr deutlich vor Augen geführt, wie stark wir vom Wetter abhängig sind. Und wie wichtig es ist, für den Weinanbau gut abtrocknende Südlagen zu wählen, vorzugsweise mit wenig anfälligen, robusten Rebsorten. Wie sinnvoll es ist, den Boden mit Begrünung und Mulchabdeckung vor Witterungsextremen zu schützen –mit anderen Worten: Wie wichtig es ist, ökologisch zu wirtschaften. Nicht zuletzt auch, um den eigenen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Im Frühjahr 2017 bedeutete das für uns, die letzten unserer stark krankheitsanfälligen Rebpflanzen zu roden und die entsprechenden Rebflächen mit robusten, pilzfesten Sorten neu zu bepflanzen. Heißt: den Rivaner wird es ab dem Jahrgang 2017 nicht mehr geben. Für Sie bedeutet es, dass Sie sich in Zukunft auf neue leckere Weinsorten freuen können - wir haben eine gute Wahl getroffen.
Reden wir noch einmal übers Wetter: Mit einem Spätfrost im Mai hat uns die neue Weinsaison "begrüßt". Gewürztraminer und Muscateller fanden das nicht gut und ließen die Blätter hängen und wir dürfen hier in 2017, falls überhaupt, nur eine Miniernte erwarten. Leider!
Jetzt aber haben wir das Ernteergebnis von 2016 vor uns – und man kann sagen: Sehr schöne Frucht, sehr prägnante Sortenaromen! Die Trockenheit der zweiten Sommerhälfte letzten Jahres ließ alle Problembeeren eintrocknen und damit verschwinden. Zwar ernteten wir etwas weniger – dafür aber top gesundes Lesegut. Der Riesling zeigt seine schönste Frucht, der Graue Burgunder ist einnehmend vollmundig und der Muscateller präsentiert sich so exotisch wie eine Südseeinsel.
Und noch etwas gibt es zu berichten vom Weingut Stülb:
Wir konnten das leer stehende alte Kelterhaus unseres Nachbarn erwerben und den Betrieb um diese Fläche erweitern. Somit haben wir mehr Platz für das Keltern und das Verarbeiten der Trauben sowie für die Sektherstellung. Und für alle, die uns besuchen kommen: Die Parksituation ist jetzt deutlich entspannter.
Und dann noch unser Dauerthema der letzten Jahre - der Ferienpark, der inmitten alter Rebflächen errichtet werden soll – nahm eine erfreuliche Wendung. Die hiesige Bürgerinitiative, der BUND (Bund Umwelt-und-Naturschutz) und mehrere von uns Winzern hatten gegen das Projekt geklagt. Im Mai trat ein, was mir persönlich unglaublich erschien: Wir hatten Recht bekommen! Kein Winzer müsse ungewollt seine Reben für den Ferienpark beseitigen. Ein dicker Punktsieg! Wir erwarteten damit das Ende der Ferienparkplanungen. Doch der neueste Stand ist jetzt, dass der rechtliche Rahmen dem Projekt angepasst werden soll –so geht Politik. Dennoch ein großes DANKE an alle Unterstützer!